Tag 9 | Die verlorenen Leiter

Aufgrund der traditionellen „Landsgemeinde“ haben nun für 24 Stunden die ältesten Gruppen die Macht über das Lagerhaus. Für die Kinder ist dieser Brauch natürlich nur schwer vorstellbar, deshalb wurde das Szenario in unser Motto verpackt.

Die Übergangsleiter vermuteten heute Morgen, dass Loki unsere Leiter entführt und vergiftet hat. Plötzlich besuchten uns Dämonen, die mit ihren schlechten Manieren aufgefallen sind. Die Dämonen schmatzten laut, wollten uns wegen jeglicher Kleinigkeit angreifen, lärmten ständig und warfen Abfall auf den Boden. Der Grund, wieso die Dämonen plötzlich in Sedrun auftauchten ist einfach: sie wurden aus Hellheim (Unterwelt) verstossen, da sie eben schlechte Manieren an den Tag legen.
Als Deal machten wir mit den Dämonen aus, dass wir ihnen beibringen, wie man sich anständig zu verhalten hat – und sie uns im Gegenzug jemanden organisieren, der vielleicht unsere Leiter zurückholen könnte.

Am Nachmittag kam schliesslich Freya (die Göttin der Liebe), weil sie gehört hat, dass wir Hilfe bräuchten. Auch sie wollte uns nur helfen, wenn wir mit ihr ein Deal eingehen. Freya brauchte nämlich eine neue Bleibe; ihr altes Haus wurde abgebrannt. Schliesslich mussten wir ihr ein neues Haus bauen. Im Gegenzug dafür erhielten wir das Gegengift für die vergifteten Leiter. Freya war offenbar so entzückt von unserer Konstruktion, dass sie kurzerhand die Leiter mit ihrer Götterkraft zurückholte. Dann mussten wir ihnen nur noch das Gegengift ins Essen mischen.

Somit war dann auch die „Landsgmeinde“ vorbei – und mr loose widr brav uf unseri Leiter… 😉

Tag 8 | Die eingestürzte Weltenbrücke

Nach über einer Woche in einem Lagerhaus mit knapp 100 Personen bleibt das Eine oder Andere natürlich auch mal in der Ecke liegen. Trotz ausgearbeitetem Putz- und Ämtliplan riss uns heute frühmorgens Hel, die Göttin der Unterwelt aus dem Schlaf. Sie war empört über die „schweinestallartigen“-Zustände in unserem Lagerhaus. Als Strafe dafür wollte sie uns all unsere Lebensmittel samt Besteck und Geschirr wegnehmen. Solange unsere Bleibe, das Jugendhotel Alpina nicht auf Vordermann gebracht würde, bekommen wir nichts zu futtern. Ganze 4 Stunden lang dauerte die Verwandlung in echte Putzteufel: danach war die Hütte aber blitzeblank. Hel, die sich aus der Unterwelt ja nichts anderes gewohnt ist als pure Sauberkeit, war trotzdem noch nicht 100%-ig zufrieden mit uns. Zwar durften wir zMittag essen, jedoch nur mit einem Teil des Geschirrs. Der Esssaal wurde nach dem Massaker direkt nochmals geputzt…

Nach dem Mittagessen stürmte plötzlich eine französische Familie unser Lager. Sophie, das einzige Kind war schwer verletzt und wurde von den Eltern zu uns getragen. Anscheinend ist die Familie aus unerklärlichen Gründen in eine Zwischenwelt abgerutscht und versuchte nun über eine Brucke, zurück nach Midgard in die Menschenwelt zu gelangen. Die Brücke war aber so alt und marode, dass sie bereits zusammenbrach als die jüngste der Familie versuchte, sie zu überqueren. Die Familie bat uns, Rohstoffe zu sammeln und gemeinsam die Brücke wieder zu reparieren…

Am Abend verabschiedeten sich die Leiter und Leiterinnen in die wohlverdiente Landsgemeinde und die ältesten Kids übernahmen während 24 Stunden das Kommando. Die Hütte steht noch.
Achja: Und Streiche gibt es in diesem Lager auch. Die Täter sind am nächsten Morgen immer einfach zu entlarven. Es sind nämlich die, mit den kleinsten Äugchen…

Was sonst noch wichtig ist:

In einem Sommerlager versuchen wir, der digitalen Welt wenigstens ein bisschen den Rücken zu kehren und mit den Kindern und Jugendlichen ein tolles Programm nah der Natur und inmitten der wunderschönen Bündner Berglandschaft zu erleben. Natürlich ist es für uns auch klar, dass für Einige die plötzliche Trennung ihres liebsten Weggefährten, dem Handy, nicht immer so einfach ist. Dabei ist es für uns umso schwieriger, Kontrollen zu machen, welche wir im Übrigen eigentlich gar nicht machen wollen. Generation Z schreibt deshalb keine Postkarten mehr (unseres Postkartenteam klagt bereits über zuwenig Absatz ;)), sondern immer mehr SMS. Wir möchten deshalb alle bitten, die Kommunikation mit den Kindern und Leitern auf ein Minimum zu beschränken. Insbesondere bei „Boböchen“ kann eine falsche Wahrnehmung schnell zu einer Überreaktion führen, dabei haben wir ein exzellent ausgebildetes Saniteam. Danke für Euer Verständnis!

Tag 7 | Open-Air

Nachdem wir uns von dem Götterkampf erholt haben und alle frisch geduscht waren, startete die Open Air-Saison auch in Sedrun. Am Nachmittag hatten die Gruppen genügend Zeit, um sich ein Lied einzustudieren. Die Aufteilung war einfach: jede Gruppe präsentierte ein anderes Musikgenre. So hörten wir Musik aus den 90ern, Schlager und sogar Klassik. Culcha Candela, Rammstein, Mendelssohn oder Michael Jackson erwiesen uns die Ehre. Unsere Techniker verwandelten im Nu unseren Garten in eine Bühne – welche dann aber wegen dem spontanen Regen kurzerhand wieder abgebaut werden musste. Die grosse Sause feierten wir dann im Esszimmer, und als Special Guest wurden wir sogar noch von unserer Küchencrew mit einem Handörgeli-Quartett beehrt.

Tag 6 | Schlacht der Götter

Im Lager hier in Sedrun haben wir eine wichtige Aufgabe: Wir müssen Loki, den Verrätergott finden und aus der Götterwelt verbannen. Der Göttervater Odin hat nun bereits vorsichtshalber weitere Massnahmen ergriffen: weil er sich 100% sicher ist, dass wir Loki finden werden, hat er bereits jetzt schon den freiwerdenden Platz von Loki „ausgerufen“. Da lassen sich die anderen Götter u.a. aus der Feuerwelt, Menschenwelt oder Eiswelt natürlich nicht zweimal bitten und standen frühmorgens bereits auf Platz, um mit uns in die Schlacht der Götter zu ziehen. Abseits des Dorfes „Cavorgia“ haben wir uns schliesslich auf einer Wiese eingerichtet. Neben traditionellen Zepterspielen, haben wir auch mit zwei grossen Kin-Bällen ein Turnier veranstaltet. Die Schlacht ging bis tief in die Nacht, nachdem bei „Last Man Standing“ um Mitternacht der letzte Krieger gefallen ist. In insgesamt 10 selbst aufgebauten Zeltern haben wir schliesslich die verhältnismässig warme Bergnacht verbracht.

Tag 5 | Unterwelt

Weil wir uns noch von der gestrigen Wanderung erholten mussten, genoss jede Gruppe ihre Gruppenstunde mit individuellen Tätigkeiten wie Minigolf auf unserer eigenen Anlage, Kuchen backen, Fussball spielen, etc.

Am Nachmittag besuchte uns Hel, die Göttin der Unterwelt. Sie war ziemlich wütend, da wir ihrer Meinung nach nichts in der Unterwelt zu suchen haben. Um Hel’s Eiskerker zu entkommen, waren wir bereit, ihren neuen Palast einzurichten mit Hilfe der Dorfbewohner von Sedrun. In einem klassischen „Epa&Globus“ rannten wir während zwei Stunden durch das Dorf und baten die Dorfbewohner nach deren Hilfe. So wurden unter anderem Trampoline, Matrazen und Bügeleisenbretter in die Jury gebracht.

Abends besuchte uns der Butler von Hel und überbrachte uns eine Nachricht von seiner Gebieterin. Sie will uns nie wieder in ihrem Reich sehen und darum schickte sie uns die Eismenschen, die uns in der Karten- und Kompasskunde belehrten. Der Handlanger von Hel war ganz zufrieden und drohte uns noch einmal, dass wir uns nie wieder in der Unterwelt blicken lassen sollen.

 

Tag 4 | Wanderung

Viel gibt’s an dieser Stelle nicht zu erwähnen, ausser, dass wir bereits um 05:15 Uhr in der Früh aufgestanden sind, um uns auf den Weg in Richtung Wanderweg zu machen. Von Sedrun aus wanderten wir in Richtung Oberalppass und wieder zurück. Landjäger und Chääsli begleiteten uns auf der Reise, und als Zwischenstopp kühlten wir uns in einem Bergsee ab. Etwa 20 Kilometer und über 2000 Höhenmeter haben wir abmarschiert und überwunden. Nach einem langen Tag erreichten wir unser Lagerhaus um 21:00 Uhr und fielen totmüde ins Bett.

Tag 3 | Der erste Eindruck der Götterwelt

Heute wollten wir in die Götterwelt eintreten. Klar, dass dieses Vorgehen nicht ganz so einfach ist. Also mussten wir einige Tests überstehen um ein gewisses Level zu erreichen, damit das Tor zur Götterwelt für uns passierbar wird. Verschiedene Gesandte der Götterwelt testeten uns auf unsere GeschicklichkeitIMG_2419 mittels unterschiedlichen Rätseln. Dass man sich dabei nicht unterhalten durfte, erleichterte uns die Aufgabe natürlich nicht. Aber wir wären ja nicht die Jubla Birsfelden, wenn wir die Aufgaben nicht mit Bravour gelöst hätten.

Kaum hatten wir die Götterwelt betreten, wurden wir auch sogleich um Hilfe gebeten. Halbgott „Karlson“ steckte in den Vorbereitungen zu der Götterprüfung. Dazu musste er sich in bestimmten Disziplinen beweisen. Da er aber beispielsweise in Knoten- und Seilkunde oder in 1. Hilfe einen Fensterplatz hatte, konnten wir mit unserem Wissen aushelfen.

Leider nutzte unser Crashkurs nicht und Karlson rasselte prompt durch die Götterprüfung. Um ihm aufzumuntern, spielten wir sein Lieblingsspiel „Capture the Flag“. Sauglatt war’s!

Morgen wird’s streng… 😉

Tag 2 | Jeder kann Alles!

Was man schon nach Tag 2 sagen kann: Die Tage vergehen bereits jetzt wie im Flug! Deshalb hier der Rückblick auf den Sonntag, 2. Juli.

Die Jungwachtleiter und Blauringleiterinnen teilten sich heute den Tag unter sich auf: Die Leiter bildeten

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nacheinander die Jungwächter und Blauringmädchen zu echten Wikingern aus. Hindernisparcours, Stafetten und „Schiffli baue“ waren nur wenige der vielen Aufgaben. Zum Schluss kämpften die Jungs, wie auch die Mädels leidenschaftlich in einer grossen Runde „British Bulldog“.
Die Leiterinnen begrüssten parallel dazu Göttin Freya, die aus irgendwelchen Gründen von Asgard auf die Erde gekommen ist. Jedenfalls konnte sie nicht mehr zurück. Deshalb bat sie uns um Hilfe, Kontakt mit der Götterwelt aufzunehmen, um Bescheid zu geben, dass Freya gerne wieder zurückgeholt werden würde.

Kulinarisch verwöhnt wurden wir unter anderem mit Riz Casimir, Schoggicrèèème und selbergebastelten Fajitas. Nach dem Abendessen besuchte uns die Mutter von Freya, welcher wir am Nachmittag bereits geholfen haben. Zwar bedankte sie sich für die Hilfe, sie meinte aber, dass die ganze Arbeit nur den Kindern zu verdanken ist. Schliesslich forderte Freya’s Mutter und die Kids das Leitungsteam zu einem Kampf auf. Es folgte ein wahres Köpfe-an-Köpfe Duell zwischen 60 Kindern und 25 Leiter. Disziplinen wie Armdrücken, „Epa&Globus“, Unterarmstützen und Bändeli-Fight sorgten für hitzige Köpfe aber auch für viel Gelächter.

 

Was Heute sonst noch so passiert ist: 
– Wir sind froh, haben wir zwei ausgebildete Pflegefachleute im Team, die unseren Lagersanitäts- und „Boböli“-Dienst organisieren. Deshalb: fragen Sie lieber nach, bevor man die Salbe für den Hintern mit der Lippencrème verwechselt :-)
– Klein ganz Gross: Die Kid’s der jüngsten Gruppe haben bereits für eine verstopfte Toilette gesorgt. Nicht wegen einer Spielerei mit dem Klopapier versteht sich…

 

PS: Wir haben die Gruppenfotos im Kasten. Freut euch auf schöne Postkarten!

Tag 1: Der Startschuss ins SOLA 2017

Nach einer rund vierstündigen Reise mit unseren beiden Bussen, sind wir gegen 15:00 Uhr im Hohen Norden angekommen. In Sedrun, unserem Lagerort für die nächsten zwei Wochen war es heute Samstag tatsächlich sehr kalt. Perfekte Bedingungen also, um uns auf das wahre Abenteuer der Götter einzustellen. Nach eine kurzen Einpuffen und Zurechtfinden in der Umgebung gab es auch bereits das allererste zNacht, welches von unserer tollen Küchencrew liebevoll zubereitet wurde. Spaghettiplausch stand auf der Speisekarte, die Kids verdrückten rund 7 Kilo Pasta.

Da die Götterwelt komplex ist, folgte am Abend während dem ersten richtigen Programmpunkt, eine Einführung in die Welt des hohen Nordens. Hugin, der Rabe und Nachrichtenbote von Odin dem Gott aller Götter, begrüsste uns vor dem Haus. Bei einem Postenlauf durch Sedrun begegneten wir daraufhin weiteren Kreaturen der Götterwelt, die sich aufgrund des durcheinandergebrachten Weltenbaums im Dorf verirrt haben. Nach einem für den Kopf anstrengenden Abend war es dann auch  nicht erstaunlich, dass es in unserer pinken Villa kurz nach 22:00 Uhr mucksmäuschenstill war.